UX Case Study · Coaching-Plattform, GIZ-Partnerschaft
600+ nigerianische Absolventen mit Mentoren verbinden, in 3 Monaten
Die manuelle Koordination zwischen 600+ Absolventen und ihren Mentoren war nicht mehr skalierbar. Die Plattform musste trotzdem in nur 3 Monaten als MVP stehen.
joinimagine.com →
Rolle
UX Lead & Project Coordinator
Kunde
Imagine Foundation e.V. (joinimagine.com)
Zeitraum
3-Monats-Sprint, 2024
Team
Imagine Foundation Team, externes Entwicklungsteam
Die Ausgangslage
- →Die manuelle Koordination zwischen 600+ Absolventen und ihren Mentoren war nicht mehr skalierbar.
- →Die Plattform musste in nur 3 Monaten als MVP stehen, im Rahmen einer GIZ-Partnerschaft.
- →Nutzer in Nigeria brauchten eine mobile-optimierte Lösung, die auch mit begrenzter Konnektivität funktioniert.
- →Ein Kalendersystem mit Google-Integration musste unter engem Budget entstehen.
Was ich gemacht habe
Stakeholder-Kickoffs
Wöchentliche Stakeholder-Kickoffs zur Priorisierung.
Mobile-First-Ansatz
Mobile-first-Ansatz von Anfang an, wegen der Smartphone-Nutzung in Nigeria.
Schnelle Personas
Schnelle Personas auf Basis bestehender Nutzerdaten der Imagine Foundation.
Drei Kern-Flows
Drei zentrale User Flows: Mentor-Onboarding, Onboarding für Studierende, Buchung.
Technische Abstimmung
Wöchentliche technische Abstimmung mit dem externen Entwicklungsteam.
12-Wochen-Sprintplan
12-Wochen-Sprint: Woche 1-2 Kickoff und Personas, Woche 3-4 Kern-Flows, Woche 5-8 Dashboard und Kalender, Woche 9-10 Google-Calendar-Integration, Woche 11-12 Feinschliff und Übergabe.
Zwei Personas aus bestehenden Daten
Für eine ausführliche Nutzerforschung war in drei Monaten keine Zeit. Also entstanden zwei fokussierte Personas direkt aus den bestehenden Daten der Imagine Foundation: eine ambitionierte Studentin auf der Suche nach dem Einstieg in die internationale Tech-Branche und ein Mentor, der sein Wissen weitergeben will. Beide trugen konkrete Ziele, Hürden und Motivationen, keine austauschbaren Steckbriefe.

Personas auf Basis bestehender Nutzerdaten, keine Marktforschung von Null.
Drei Kernflüsse für den Sprint-Fahrplan
Drei Nutzerflüsse entschieden über den Sprint-Fahrplan: Mentor-Onboarding, Studierenden-Onboarding und die Buchung einer Mentoring-Session. Alles, was nicht in einen dieser drei Flüsse passte, verschob sich auf später.

Die drei Kernflüsse, die über den Sprint-Fahrplan entschieden.
Vom Login bis zur Kalenderbuchung
Die Anmeldung musste auf mobilen Geräten mit wechselnder Netzabdeckung funktionieren, also blieb der Sign-up-Flow bewusst kurz. Rolle wählen, mit Google oder LinkedIn einloggen oder das Profil in drei Schritten ausfüllen. Mentoren luden zusätzlich CV und Anschreiben hoch, Studierende beschrieben ihre Ziele in ein paar Sätzen.
Die Kalender-Integration mit Google Calendar war technisch der aufwendigste Teil. Mentoren legten ihre Verfügbarkeit wochentagsweise fest, jede Buchung synchronisierte sich automatisch mit dem verknüpften Google-Konto, ohne manuellen Abgleich.
Die Screens
Login & Rollenauswahl
Login und Rollenauswahl, für langsame Verbindungen optimiert.

Sign-up-Flow
Sign-up in drei kurzen Schritten statt eines langen Formulars.

Kalender-Setup
Verfügbarkeit je Wochentag, automatisch mit Google Calendar synchronisiert.

Ergebnisse
Das MVP ging nach dem 3-Monats-Sprint pünktlich live und verbindet nigerianische Studierende und Mentoren im aktiven Einsatz.
Lieferung
MVP live
Vorher 3 Monate
Status
aktiv im Einsatz
Vorher Design
Der Prozess
Woche 1-2: Kickoff und Personas
Stakeholder-Kickoffs zur Priorisierung, dazu die zwei Personas aus bestehenden Nutzerdaten.
Woche 3-4: Kern-Flows
Mentor-Onboarding, Studierenden-Onboarding und Buchung als die drei zentralen User Flows festgelegt.
Woche 5-8: Dashboard und Kalender
Die Kernfunktionen für Dashboard und Kalender gebaut.
Woche 9-10: Google-Calendar-Integration
Automatische Synchronisierung mit dem verknüpften Google-Konto.
Woche 11-12: Feinschliff und Übergabe
Letzte Anpassungen, Übergabe an die Imagine Foundation.
Was ich mitgenommen habe
Ein enges Zeitfenster zwingt zu echten Prioritäten. Nur was Studierenden und Mentoren wirklich weiterhilft, schaffte es in den Sprint.
Wöchentliche Stakeholder-Abstimmungen verhinderten Scope Creep, jede Kurskorrektur passierte sofort und nicht erst am Projektende.
80 % einer guten Lösung pünktlich sind mehr wert als 100 % perfekte UX, die zu spät oder über Budget kommt.
Die Plattform verbindet heute aktiv nigerianische Studierende mit Mentoren. Das zählt mehr als jedes Detail, das noch fehlt.