UX Case Study · B2B-Produktkatalog, 86 Produkte
Der B2B-Katalog, durch den nicht mal Ingenieure durchblickten
Kunden beschwerten sich über eine unklare Navigation, Produkte und technische Spezifikationen waren nur schwer zu finden.

Rolle
Freelance UX/UI Designer
Kunde
Schneeberger
Zeitraum
seit 2022, laufendes Projekt
Team
internes Marketing-Team, externe Entwicklungsagentur
Die Ausgangslage
- →Viele Kundenbeschwerden über eine unklare Navigationsstruktur.
- →Produkte und technische Spezifikationen waren schwer zu finden.
- →Uneinheitliche Kategorisierung erschwerte Kaufentscheidungen.
Was ich gemacht habe
Stakeholder-Befragungen
Stakeholder-Befragungen zu KPIs, Zielgruppen und Anforderungen.
Top-Task-Analyse
Top-Task-Analyse: welche Produktinformationen Nutzer wirklich zuerst brauchen.
UX-Audit
UX-Audit über den gesamten Produktkatalog mit 86 Produkten.
Navigations-Wireframes
Wireframes für ein neues Navigationskonzept.
SEO-Empfehlungen
SEO-Empfehlungen für die Produktseiten.
Der Audit: 20 Seitentypen einzeln durchleuchtet
Der UX-Audit ging seitenweise vor. Für jeden der 20 Produktseiten-Typen hielt ich fest, wo Nutzer hängen blieben. Die Headline nahm zu viel Platz ein, bevor überhaupt eine Produktinformation sichtbar wurde. Tabs sahen unterschiedlich aus, ohne dass klar war, warum. Nach einem Klick blieben sie nicht als aktiv markiert. Niemand wusste, wo er gerade war.
Der Analytics-Audit lieferte den Beweis dazu. Über das komplette Jahr 2022 zeigten sich Bounce-Raten von teils über 40 % auf zentralen Produktseiten, englische Meta-Beschreibungen auf deutschen Seiten und ein Produktkatalog-Player, der gar nicht lud.

Einer von 20 systematisch geprüften Produktseiten-Typen.
Vom Wireframe zur geplanten Navigation
Aus den Audit-Ergebnissen entstanden Wireframes für die Produktseiten und ein neues Navigationskonzept. Die bisherige Navigation ging bis zu vier Ebenen tief, mit Bezeichnungen wie „mit unbegrenztem Hub“ oder „mit begrenztem Hub“, die Kunden ohne Produktkenntnis kaum einordnen konnten. Das Konzept reduziert die Navigation auf drei Ebenen und sortiert Produkte stattdessen nach Anwendungsfall, etwa „mit Rollen“ oder „mit Kugeln“.

Wireframe-Konzept für eine überarbeitete Produktseite.
Die Screens
Analytics-Audit
Bounce-Raten von teils über 40 % auf zentralen Produktseiten, dazu englische Meta-Beschreibungen auf deutschen Seiten.

Handlungsempfehlungen
Eine priorisierte Tabelle aus Audit und Analytics, mit der das Marketing-Team direkt weiterarbeiten konnte.

Aufmerksamkeits-Vergleich
Simuliert: von verstreut über die ganze Seite hin zu fokussiert auf Produktbild und Call-to-Action.

Navigationskonzept
Reduzierung von vier auf drei Ebenen, Produkte sortiert nach Anwendungsfall statt technischer Hub-Bezeichnung.

Vorher/Nachher
Eine überarbeitete Produktseite im direkten Vergleich zur alten Version.

Stand heute
Die Umsetzung läuft. Wegen der Größe des Projekts, hunderte Produktseiten in mehreren Sprachen, ist die vollständige Umsetzung noch nicht abgeschlossen. Die überarbeiteten Seiten liegen aktuell in einer Staging-Umgebung, die aus Vertraulichkeitsgründen nicht öffentlich gezeigt werden kann. Laut Rückmeldung des Marketing-Teams ist aus anfänglichen Beschwerden inzwischen positives Feedback geworden. Das Navigationskonzept sieht eine Reduzierung von 4 auf 3 Ebenen vor.