UX Case Study · Privacy-first Social-Event-Plattform, eigenes Produkt

Eine privacy-first Event-Plattform von Grund auf bauen

traube.club soll Menschen helfen, echte Treffen zu planen, ohne den Umweg über drei verschiedene Apps.

traube.club
Mobile Screens von traube.club: Event-Details, Benachrichtigungen und Profile

Rolle

Product Owner & Lead UX Designer

Kunde

traube.club (eigenes Produkt)

Zeitraum

seit Q1 2025, laufendes Projekt

Team

eigenständig, mit KI-Coding-Tools

75 % fertig
MVP-Entwicklung
15+ Tester
Nutzer-Tests

Die Ausgangslage

3+

Fragmentierte Koordination

Nutzer jonglieren mit 3+ Apps, um ein einfaches Treffen zu organisieren.

53 %

Sorge um Privatsphäre

53 % der jungen Erwachsenen wollen Tools, die ihre Aufmerksamkeit und Daten respektieren, statt auf Engagement optimiert zu sein.

73 %

Organisation ist Arbeit

73 % wollen zu Events gehen, aber nur wenige organisieren selbst welche, weil es zu aufwendig ist.

50+

Kommunikations-Flut

Wichtige Infos gehen in Gruppenchats mit 50+ Nachrichten unter.

Was ich gemacht habe

Nutzerforschung & Strategie

Lean User Research mit 15+ potenziellen Nutzern, um die Grundannahmen zu prüfen.

Mobile-First Design-System

Eigenes mobile-first Design System mit Touch-Interaktionen und Drawer-Dialogen.

User-Flow-Design

Kernflows und Ablaufdiagramme für Event-Erstellung, Teilnahme und RSVP.

Prototyping & Testing

Schnelle Prototypen, informelle Nutzertests mit 10 bis 15 Personen, Anpassungen innerhalb weniger Tage.

Technische Umsetzung

Technische Umsetzung mit Next.js, Shadcn/UI und Supabase, Deployment über Vercel.

Privatsphäre-Steuerung

Granulare Privatsphäre-Einstellungen und Freigabe-Workflows für Gäste.

Wie wir auf das Problem hinter traube gestoßen sind

Die Idee zu traube.club kam aus echter Frustration. Ein einfaches Abendessen mit Freunden zu planen bedeutete drei Apps gleichzeitig: WhatsApp für die Abstimmung, ein Kalender für den Termin, Instagram für die Einladung. Die Journey Map hielt genau diesen Weg fest, von der ersten Idee bis zur Suche nach einer besseren Lösung.

Journey Map von der Problemerkennung bis zur Suche nach einer besseren Event-Planungslösung

Die Journey Map hinter der Grundidee von traube.club.

Proto-Personas aus echten Gesprächen

Proto-Personas entstanden aus Gesprächen mit potenziellen Nutzern, nicht aus einer formalen Marktstudie. Eine Marketing-Managerin aus Berlin, die schon 15+ Events organisiert hat und trotzdem jeden Sonntag WhatsApp-Gruppen sortiert, stand exemplarisch für das Problem: zu viel manuelle Koordination für etwas, das eigentlich Spaß machen sollte.

Proto-Persona einer Marketing-Managerin in Berlin mit Zielen, Pains und aktuellen Workarounds

Proto-Personas aus echten Gesprächen, nicht aus einer Marktstudie.

Erste Wireframes

Die ersten Wireframes hielten den Kern-Flow fest: anmelden per E-Mail oder Telefonnummer, Event erstellen, Gäste einladen. Bewusst schlank gehalten, damit ein Event in unter 60 Sekunden steht statt nach 5 Minuten Formular-Ausfüllen.

Erste Wireframes für Login, Sign-up und Profilerstellung in traube.club
Wireframes der Gästeliste mit Privatsphäre-Einstellungen in traube.club

Die Screens

Event erstellen

Titel, Zeitraum, Ort, Beschreibung und Sichtbarkeit in einem Formular, mit optionaler KI-Bildgenerierung für Events ohne eigenes Foto.

Event-Erstellung in traube.club mit Titel, Zeitraum, Ort, Sichtbarkeit und optionaler KI-Bildgenerierung

Events entdecken

Nutzer sollen Events über ihr soziales Netzwerk finden, nicht über einen anonymen Algorithmus.

Screen zum Entdecken von Events in traube.club über das soziale Netzwerk

Event-Seiten

Gäste sehen alle Infos direkt, ohne sich durch Chat-Threads zu graben. Zusagen geht mit einem Klick.

Event-Detailseite in traube.club mit Beschreibung, Zusage-Optionen und Gästeliste

Events verwalten

Unterscheidet zwischen eingeladen, zugesagt und Warteliste, mit Massenaktionen für Zu- und Absagen. Genau die Übersicht, die in Gruppenchats mit 50+ Nachrichten komplett fehlte.

Gästeverwaltung in traube.club mit Filtern nach eingeladen, zugesagt und Warteliste

Stand heute (0 auf MVP in 6 Monaten)

Die Kernfunktionen sind zu 75 % gebaut und intern getestet. 15+ Nutzer haben Prototypen ausprobiert und Feedback gegeben.

MVP-Entwicklung

75 % fertig

Vorher Konzept

Nutzer-Tests

15+ Tester

Vorher Prototyp

Der Prozess

01

Problem erkennen und erforschen

Die Koordinationsprobleme aus eigener Frustration heraus erkannt. Lean User Research mit 15+ potenziellen Nutzern hat die Grundannahmen geprüft.

02

Struktur und Design-System

Kernflows und Ablaufdiagramme für Event-Erstellung, Teilnahme und RSVP entworfen, dazu ein eigenes mobile-first Design System mit Touch-Interaktionen und Drawer-Dialogen.

03

Technische Umsetzung

Next.js, Shadcn/UI und Supabase als Fundament gewählt, Deployment über Vercel.

04

Prototyping und Testing

Schnelle Prototypen gebaut, informell mit 10 bis 15 Personen getestet und innerhalb weniger Tage angepasst.

05

Privatsphäre als Rahmen

Granulare Privatsphäre-Einstellungen und Freigabe-Workflows für Gäste entwickelt, von Anfang an mitgedacht statt nachträglich aufgesetzt.

06

Laufende Iteration

Seit Q1 2025 im laufenden Betrieb: 75 % der Kernfunktionen gebaut, 15+ Nutzer haben Prototypen getestet. Feedback fließt direkt in die nächste Version.

Was ich mitgenommen habe

Technische UX-Skills beschleunigen alles. Design direkt im Code umzusetzen, sparte Übersetzungsschleifen mit der Entwicklung.

KI-gestützte Entwicklung macht schnelles Prototyping möglich, ohne bei der Code-Qualität Abstriche zu machen.

Privacy-first ist mehr als Compliance. Nutzer merken den Unterschied, wenn eine App ihre Grenzen respektiert.

Direkter Nutzerzugang und die Möglichkeit, Änderungen sofort umzusetzen, schufen eine enge Feedback-Schleife.

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