UX Case Study · Insurance-Vergleichsportal

Das Versicherungsportal, das langsam ausstarb

Das Portal war von Google-Seite 1 auf Seite 3 abgerutscht, mit hohen Absprüngen, bevor Nutzer je ein Angebot anfragten.

zahnzusatzversicherungen-vergleich.com
Screens von zahnzusatzversicherungen-vergleich.com: Tarifvergleich, Fragebogen und Angebotsseite

Rolle

UX Designer

Kunde

zahnzusatzversicherungen-vergleich.com

Zeitraum

seit 2021, laufendes Projekt

Team

Gründer, 2 Entwickler

9,17 %, weiter steigend
Conversion Rate
Seite 1, Top 3 für Kernbegriffe
Google-Rankings

Die Ausgangslage

  • Die Google-Rankings waren von Seite 1 auf Seite 3 abgerutscht.
  • Nutzer stiegen schnell wieder aus, ohne ein Angebot anzufragen.
  • Der Gründer hatte das Portal zuvor selbst umgebaut, ohne UX- oder UI-Hintergrund.

Was ich gemacht habe

Sessions mit dem Gründer

100+ 1:1-Sessions mit dem Gründer zu Recherche, Design und Inhalten.

Usability-Tests

Unmoderierte Usability-Tests, um zu sehen, wo Nutzer wirklich hängen bleiben.

Analytics-Analyse

Analyse der Analytics-Daten, um SEO-Prioritäten zu setzen.

A/B-Tests

A/B-Tests auf den Landingpages über Google Ads.

Neue UX-Copy

Neue Texte zu Zahngesundheit, überarbeitete UX-Copy.

Design-System erweitert

Erweiterung des bestehenden Material-Design-Systems.

Screen-Redesigns

Klarere Versicherungs-Karten, ein verständlicheres Filter-System, einfachere Detailseiten, bessere mobile Filter und eine reibungsärmere Angebotsseite.

Vier von Dutzenden verbesserten Bildschirmen

Der alte Tarifvergleich zeigte, wie unklar die Struktur war. Prozentzahlen bei den Leistungen standen ohne Kontext da, wichtige Filter versteckten sich hinter einem Button namens „Erweiterte Filter“. Auf der Tarifdetailseite mussten Nutzer sich durch mehrere Ebenen an Progressive Disclosure klicken, bevor sie die Deckung wirklich verstanden. Genau da stiegen die meisten aus.

Auf Mobile kam ein zweites Problem dazu. Die Vergleichsliste ließ sich kaum filtern, wer nach einer bestimmten Erstattung suchte, musste durch dutzende Karten scrollen. Am Ende der Reise, auf der Angebotsseite, kostete jeder zusätzliche Klick eine Conversion. Drei verschiedene Signierwege verwirrten mehr, als sie halfen.

Tarifvergleich-Filter vor und nach dem Redesign, mit klar gruppierten Abschnitten statt versteckter Optionen

Filter: klare Gruppierung statt eines einzelnen „Erweiterte Filter“-Buttons.

Die Screens

Tarifdetails

Alle Leistungen auf einen Blick statt hinter mehreren Klicks.

Tarifdetailseite vor und nach dem Redesign mit direkt sichtbaren Leistungsdaten statt versteckter Klappmenüs

Mobile Ansicht

Personalisierter Filter-Header statt unklarer Liste.

Mobile Tarifvergleichsliste vor und nach dem Redesign mit personalisiertem Filter-Header

Angebotsseite

Ein klarer Weg zum Abschluss statt drei verwirrender Optionen.

Angebotsseite vor und nach dem Redesign mit einem klaren Online-Abschluss-Button statt drei Signierwegen

Tarifkarte

Klarere Informationshierarchie auf der einzelnen Tarifkarte.

Vorher-Nachher-Vergleich einer Tarifkarte auf zahnzusatzversicherungen-vergleich.com

Ergebnisse (Stand 2025, das Projekt läuft weiter)

Bessere UX hat direkt gewirkt: Die Conversion Rate stieg von 2,73 % auf 9,17 %, die Google-Rankings kletterten von Seite 3 zurück auf Seite 1.

Conversion Rate

9,17 %, weiter steigend

Vorher 2,73 %

Google-Rankings

Seite 1, Top 3 für Kernbegriffe

Vorher Seite 3

Was ich mitgenommen habe

Usability-Heuristiken lösten die meisten Interface-Probleme, ganz ohne exotische Tricks.

Der direkte Draht zum Gründer half, Geschäftsziele und Nutzerbedürfnisse zusammenzubringen.

US-Marketing-Trends lassen sich nicht einfach auf deutsche Nutzer übertragen.

A/B-Tests zeigten, welche Änderungen wirklich etwas brachten. Nicht jede gute Idee überlebte den Test.

Nächster Fall

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