UX Case Study · Insurance-Vergleichsportal
Das Versicherungsportal, das langsam ausstarb
Das Portal war von Google-Seite 1 auf Seite 3 abgerutscht, mit hohen Absprüngen, bevor Nutzer je ein Angebot anfragten.
zahnzusatzversicherungen-vergleich.com →
Rolle
UX Designer
Kunde
zahnzusatzversicherungen-vergleich.com
Zeitraum
seit 2021, laufendes Projekt
Team
Gründer, 2 Entwickler
Die Ausgangslage
- →Die Google-Rankings waren von Seite 1 auf Seite 3 abgerutscht.
- →Nutzer stiegen schnell wieder aus, ohne ein Angebot anzufragen.
- →Der Gründer hatte das Portal zuvor selbst umgebaut, ohne UX- oder UI-Hintergrund.
Was ich gemacht habe
Sessions mit dem Gründer
100+ 1:1-Sessions mit dem Gründer zu Recherche, Design und Inhalten.
Usability-Tests
Unmoderierte Usability-Tests, um zu sehen, wo Nutzer wirklich hängen bleiben.
Analytics-Analyse
Analyse der Analytics-Daten, um SEO-Prioritäten zu setzen.
A/B-Tests
A/B-Tests auf den Landingpages über Google Ads.
Neue UX-Copy
Neue Texte zu Zahngesundheit, überarbeitete UX-Copy.
Design-System erweitert
Erweiterung des bestehenden Material-Design-Systems.
Screen-Redesigns
Klarere Versicherungs-Karten, ein verständlicheres Filter-System, einfachere Detailseiten, bessere mobile Filter und eine reibungsärmere Angebotsseite.
Vier von Dutzenden verbesserten Bildschirmen
Der alte Tarifvergleich zeigte, wie unklar die Struktur war. Prozentzahlen bei den Leistungen standen ohne Kontext da, wichtige Filter versteckten sich hinter einem Button namens „Erweiterte Filter“. Auf der Tarifdetailseite mussten Nutzer sich durch mehrere Ebenen an Progressive Disclosure klicken, bevor sie die Deckung wirklich verstanden. Genau da stiegen die meisten aus.
Auf Mobile kam ein zweites Problem dazu. Die Vergleichsliste ließ sich kaum filtern, wer nach einer bestimmten Erstattung suchte, musste durch dutzende Karten scrollen. Am Ende der Reise, auf der Angebotsseite, kostete jeder zusätzliche Klick eine Conversion. Drei verschiedene Signierwege verwirrten mehr, als sie halfen.

Filter: klare Gruppierung statt eines einzelnen „Erweiterte Filter“-Buttons.
Die Screens
Tarifdetails
Alle Leistungen auf einen Blick statt hinter mehreren Klicks.

Mobile Ansicht
Personalisierter Filter-Header statt unklarer Liste.

Angebotsseite
Ein klarer Weg zum Abschluss statt drei verwirrender Optionen.

Tarifkarte
Klarere Informationshierarchie auf der einzelnen Tarifkarte.

Ergebnisse (Stand 2025, das Projekt läuft weiter)
Bessere UX hat direkt gewirkt: Die Conversion Rate stieg von 2,73 % auf 9,17 %, die Google-Rankings kletterten von Seite 3 zurück auf Seite 1.
Conversion Rate
9,17 %, weiter steigend
Vorher 2,73 %
Google-Rankings
Seite 1, Top 3 für Kernbegriffe
Vorher Seite 3
Was ich mitgenommen habe
Usability-Heuristiken lösten die meisten Interface-Probleme, ganz ohne exotische Tricks.
Der direkte Draht zum Gründer half, Geschäftsziele und Nutzerbedürfnisse zusammenzubringen.
US-Marketing-Trends lassen sich nicht einfach auf deutsche Nutzer übertragen.
A/B-Tests zeigten, welche Änderungen wirklich etwas brachten. Nicht jede gute Idee überlebte den Test.